Partizipation im Kindergarten: Unser Weltraumprojekt

„Den Kindern eine Stimme geben!“, das war mir als Pädagogin schon immer wichtig. Es gibt viele Dinge, die Kinder selbst entscheiden können und dürfen und sollen! Manche Dinge sind und bleiben allerdings die Entscheidung und Regeln der Erwachsenen, besonders dann, wenn es um Sicherheit geht.

Eine Kindergartengruppe ist eine Gemeinschaft mit jungen, aber doch entscheidungsfähigen Menschen. Mehr über diese „Mikrogesellschaft“ hört man in der kostenfreien Fortbildung „Mitentscheiden und Mithandeln in der Kita“, worüber ich bereits erzählt habe.

Mit Hilfe von Bausteinen stimmen wir demokratisch ab.
Mit Hilfe von Bausteinen stimmen wir demokratisch ab.

Heute möchte ich über unser Projekt „Weltall“ und wie es dazu kam berichten:

Die Vorgeschichte:

  1. Zwei Tage lang holte ich die Kinder in kleinen Gruppen zu mir. Wir besprachen, welche Themen wir bereits im Kindergarten besprochen hatten, was wir alles gemacht hatten und sammelten dann Ideen, die die Kinder besonders interessierten, die ich auf eine Liste schrieb.
Das sind die gesammelten Ideen der Kinder.
Das sind die gesammelten Projektideen der Kinder.
  1. Für jedes Thema der Kinder habe ich Anschauungsmaterial vorbereitet, damit sich alle Kinder über die Ideen ein Bild machen konnten.
  2. Im Kreis besprachen wir alle Themen und was diese beinhalten konnten.
  3. Jedes Kind bekam einen Baustein, den es auf sein Lieblingsthema legen durfte.
  4. Ein Mädchen meinte, sie würde sich für 2 Themen interessieren und könne sich nicht entscheiden. So entschlossen wir uns, jedem Kind 2 Bausteine zu geben. Die Kinder durften also entweder 2 Themen wählen oder aber einem Lieblingsthema mit 2 Bausteinen besonderes Gewicht geben.
  5. Je ein Kind zählte die Bausteine jedes Themas. Ich schrieb die Zahlen für die Kinder auf. Wir reihten die Themen nach Interesse, sprich nach Anzahl der Bausteine beim Thema.
  6. Die meisten Bausteine erzielte das Thema „Weltall“.

Das Projekt:

  1. Ideen sammeln: z.B. Weltraumstation bauen, was von der Decke hängen, ein Fest feiern, über die Planeten lesen, was kochenund noch ganz viel mehr!
  2. Umsetzung:
Bücher über das Weltall sind super spannend!
Bücher über das Weltall sind super spannend!
In kürzester Zeit flogen viele Raketen aus Kartonrollen durch den Gruppenraum.
In kürzester Zeit flogen viele Raketen aus Kartonrollen durch den Gruppenraum.
Aktionstablett "Im Weltall". Den kinetischen Sand habe ich selbst gemacht. Wie das geht, findest du hier.
Aktionstablett „Im Weltall“. Den kinetischen Sand habe ich selbst gemacht. Wie das geht, findest du hier.
Gebannt lauschen die Kinder einer Geschichte über einen Weltraumflug, den ich mit Hilfe des Aktionstabletts veranschauliche.
Gebannt lauschen die Kinder einer Geschichte über einen Weltraumflug, den ich mit Hilfe des Aktionstabletts veranschauliche.

Von der Decke hängen wie von den Kindern gewünscht ihre selbst gemachten Planeten. Nicht perfekt, aber alles selbst gemacht :) Von der Decke hängen wie von den Kindern gewünscht ihre selbst gemachten Planeten. Nicht perfekt, aber alles selbst gemacht.

 

Eine Ecke des Raums wurde als Weltraumstation umfungiert.

Eine Ecke des Raums wurde als Weltraumstation umfungiert.

Die Kinder sind mit viel Eifer bei der Arbeit.
Die Kinder sind mit viel Eifer bei der Arbeit.

Wir haben auch ein Stop-Motion-Video einer Mondlandung kreiert:

Ein Fingerspiel darf natürlich auch nicht fehlen. Das Fingerspiel: „5 little men in their flying saucer“ findest du hier >>

Weitere Einblicke in unsere Weltraumarbeit findet man auf dem ausprobiert.at Instagram Kanal.

Fazit:

Wenn die Kinder selbst mitentscheiden und planen dürfen, bekommt das Projekt eine ganz andere Dynamik. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei und kommen jeden Tag mit neuen Ideen, die sie auch umsetzen möchten. Sie erzählen in dem Familien vom Projekt und binden sie dadurch ein. Viele Kinder brachten Bücher über das Weltall von zu Hause mit.

Gibt es bei dir im Kindergarten auch Projektarbeit? Ich freue mich wie immer über Nachrichten über Instagram, Facebook oder per Email.

 

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